Lieblingsstücke Mai 2014 Babyedition

Als ich im letzten Jahr darüber sinnierte, mit welcher neuen Kategorie ich euch und mir eine große Freude machen kann, kamen die Lieblingsstücke dabei heraus. Meine monatliche Ausgabe kam sehr gut an, brachte mir Spaß und soll aus diesem Grund ein kleines Revival erleben. Da in all den Monaten, in denen ich diese Beiträge habe ausfallen lassen, viele Produkte und Dinge zu meinen Lieblingsstücken geworden sind, habe ich mir eine kleine Sonderedition einfallen lassen.

Die (werdenden) Mamis unter euch wissen, wie ich mich fühle, wenn ich sage, dass sich die gesamte Welt nur noch um ein Thema dreht. Ob andere davon genervt sind oder nicht. Für uns bedeutet es eine Veränderung, die man nicht mal eben so hinnimmt und wegsteckt – mein. gesamtes. Leben. wird. sich. bald. ändern. Und ich freue mich darauf – und werde nicht müde, es in jedes Gespräch ein kleines bisschen einfließen zu lassen. 🙂
Genau deshalb folgt nun eine ganz spezielle Ausgabe der Lieblingsstücke. Wahlweise auch gern mit dem Untertitel “Wie ich es geschafft habe, 9 Monate ohne Totalausfall vergehen zu lassen!” 🙂

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Ganz gleich, in welcher Form dargereicht: ob als Geschenk vom werdenden Papa oder selbstgekauft beim beschwerlichen Spaziergang um die Ecke- frische Blumen und helle Farben zaubern mir unweigerlich ein Lächeln auf’s Gesicht und machen die täglichen Couchsessions um einiges angenehmer. Jeder glaubt, man aale sich in der nie enden wollenden, neu gewonnenen Freizeit – aber wenn jeder Tag gleich aussieht, wünscht man sich ganz fix ein schnelles Ende in Form der (und jetzt folgt mein Unwort 2014) Austreibung. (Ja, die Hebammen nennen das tatsächlich so:()

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Auch nicht neu, aber noch immer erwähnenswert. Meine Vergesslichkeit. Den Kalender haben wir zu Beginn meiner Schwangerschaft angeschafft, eigentlich, um die Termine rund um’s Kind nicht zu vergessen. Dass ich im Laufe allerdings fast meinen Namen vergesse, hätte ja niemand ahnen können. Das Familiending inklusive aller Geburtstage ist also eine Bereicherung, auf die ich auch nach der Geburt nicht mehr verzichten möchte. Ich glaube ja leider, dass mein Gehirn Langzeitschäden davontragen wird- aber alles für’s Kind! 🙂

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Mein geliebtes Öl. Ich habe nicht sofort so gewissenhaft geölt, wie ich es jetzt zum Ende hin mache. Auch hier hatte ich nicht mal ansatzweise eine Vorstellung davon, wie sehr meine Haut sich jemals wird dehnen müssen. Die fehlende Vorbereitung hat meiner Haut aber bislang (und jetzt klopfen bitte alle 3x auf Holz, dass dieser Zustand sich nicht verändert) nicht geschadet – ich habe keine Dehnungsstreifen und bin überaus froh, denn ich gehöre damit ja zu den wenigen, denen dieses Glück zuteil wird. Für das vollkommene Glück muss ich allerdings bis nach der Geburt warten, ich habe ja Schauergeschichten gehört von reißender Haut während der Geburt. Auweia.

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Zeitvertreib wird ganz groß geschrieben, wenn man so gelangweilt rumliegt. Ich habe in den letzten Monaten mehr Bücher gelesen als in den vergangenen 3 Jahren und angefangen, Facebookspiele zu spielen. Und gehöre nun zu denen, die sich darüber aufzuregen, wenn sie in Farm Heroes Saga zu wenige Karotten gesammelt haben, um es ins nächste Level zu schaffen. Pfuibaba. Geht vielleicht auch ein wenig mit den oben erwähnten Langzeitschäden einher 🙂

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Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, weiß von meiner Odyssee mit dem Febreze Duftspender für die Nacht. Das hat mir einen kleinen Dämpfer versetzt – jeden neuen Duft kann ich nur mit großer Vorsicht genießen, vor allem, weil meine Nase gerade sehr sensibel ist. Die neuen Düfte von Airwick allerdings sind intensiv, aber nicht aufdringlich – also genau richtig, um sich, passend zu den frischen Blumen auf dem Tisch, daran zu erfreuen. Vor allem das Duftdepot mit Bengalischem Granatapfel hat es mir angetan. Seit einigen Wochen steht es inmitten meiner Deko im Wohnzimmer und verströmt ganz dezent sein Aroma. Vom Duftstecker mit Peruanischer Andenblüte (Was bitte soll das sein?) bin ich jedoch nicht so hingerissen. Irgendwie kommt da nix bei mir an. Trotzdem ziehe ich Air Wick nun jedem Febreze-Produkt vor!

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Das Heilerde-Reinigungsset von alverde ist mein heiliger Gral in Sachen Gesichtsreinigung. Frei nach dem Motto “Dass es ein Mädchen wird, erkennt man daran, dass es der Mama die Schönheit nimmt!” sah ich noch vor einigen Monaten aus wie Streuselkuchen herself. Ich hatte noch nie die makelloseste Haut, aber diese Phase hatte es wirklich in sich. Ob es nun die Heilerde war, die mir half oder die stetigen Veränderungen, die eine Frau in den 9 Monaten mitmacht: ich kann nur munkeln. Aber ich bleibe bei diesem Set, denn ich klopfe garantiert nicht an die Tür des Teufels, wenn er gerade schläft.

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Mein Computer war auch vor der Schwangerschaft bereits eine stark frequentierte Institution. Wenn man aber Zeit hat, viel Zeit, dann wird er auf einmal zum allerbesten Freund. Ich konnte während der letzten Wochen viele tolle Tests starten, Produkte auseinandernehmen und ausgiebig berichten, habe Serien geschaut und mich belesen. Und am nebenliegenden Schreibtisch wurde ich live Zeuge davon, wie ein Mensch reagiert, wenn der beste Freund auf einmal nicht mehr macht, was er machen soll. Mein Hase mauserte sich zum Pseudo-IT-Fachmann, der fachmännisch aber auch seine Grenzen hat und zeigte große Trauer, als er “sein Baby” zum Spezialisten bringen musste. Mittlerweile ist er wieder auf dem Schreibtisch und mein Mann happy. Und ich erfreue mich weiterhin an meinem von Grund auf gesunden Computer 🙂

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Womit man sich nicht alles herumschlagen muss. Sockenränder, weil man dickere Beine hat. Neue Unterwäsche, weil man überall ein wenig mehr wird. Umstandshosen, weil es ab einem gewissen Zeitpunkt anders einfach Mist aussieht. Und wenn man schon ein aufgeschwemmtes Gesicht hat, dann doch bitte ein wunderschön konturiertes. Meine Leidenschaft für Blushes ist für niemanden neu, aber dieses Rouge von MAC hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich sah die Limited Edition im KaDeWe; war zwar begeistert aber noch nicht zum Kauf bereit. Kaum haben wir den Ausgang passiert und entfernten uns immer weiter, wurde er zum Objekt der Begierde. Ich musste ihn haben. Im Internet überall ausverkauft? Und bei kleiderkreisel.de zu Wucherpreisen angeboten? Nee, dann lieber noch einmal in die City und endlich Frieden finden. Nun gehört er mir. Und wird mit seinem bezaubernden Namen “Azalea in the afternoon” noch für lange, lange Zeit mein absoluter Liebling sein.

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Wann ich das letzte Mal beruhigt und ohne jeden Gedanken an die Zukunft eingeschlafen bin: ich kann mich nicht erinnern. Was eine Schwangerschaft mit einem anstellt, fasst kein Buch dieser Welt. Von wilden Träumen wurde mir erzählt. Über Träume, die so real sind, dass ich auch Tage später noch immer nicht ganz von ihrer Fiktion überzeugt bin, kann man aber gar nichts finden, denn ihre Wucht lässt sich einfach nicht beschreiben. Stundenlang wälze ich mich hin und her, nicht bereit, den Knopf für die Unruhe in meinem Körper auch nur ein bisschen herunterzudrehen. Dann kommt eine Firma (www.markenproduktbotschafter.de) um die Ecke und bittet mich, Ohropax zu testen. Na nichts lieber als das! Diese Wunderdinger gepaart mit meiner Hello-Kitty-Schlafmaske lassen mich in einen friedlichen Schlaf gleiten, ich bekomme dank besten Schallschutzes die Welt um mich herum nicht mehr mit und meine Angst, das Schaumstoffzeug nicht mehr aus den Ohren zu bekommen, ist vollends unbegründet. Vielleicht ist die Aqua-Version auch was für mich. Das Untertauchen blieb mir bisher dank mehrerer Mittelohrentzündungen verwehrt, aber darüber denke ich dann erst beim Babyschwimmen nach 🙂

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Seit nun 6 Monaten haben wir ein allabendliches Ritual. Das Reh Rosi wird aufgezogen und liegt “La Le Lu”-spielend auf meinem Bauch. Das soll der Kleinen ein Gefühl von Vertrautheit schenken, wenn sie denn erst da ist. Rituale sollen ja wichtig sein und im Alltag kommt man oft von ihnen ab – dieses behalten wir uns aber bei. Bis die Maus 37 ist und ihrem eigenen Kind mit ihrer alten Spieluhr etwas vorspielen kann. Ja, ihr habt richtig gelesen, meine Tochter bekommt erst sehrrrr spät eigene Kinder. Wie soll es auch anders gehen, wenn sie laut Papa ihren ersten Freund erst mit 34 kennenlernen darf?! 🙂

Dies ist es also, was mich durch diese nervenaufreibende, alles verändernde Zeit bringt. Natürlich kann ich die Liste beliebig lang fortführen, aber eines ist bei alledem am wichtigsten:

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Zu wissen, dass man weder die Zeit vor, aber vor allem nicht die Zeit nach der Geburt allein verbringen muss und einen Partner hat, auf den man sich verlassen kann: das gibt Sicherheit und Zuversicht für alles, was kommt. Ich hatte in all den Monaten nicht einmal Angst davor, Mama zu werden, weil ich weiß, dass ich an dieser Aufgabe nicht allein wachsen muss. Der Gedanke, wie er unser Mädchen auf den Schultern spazieren trägt und ihr Held für alle Zeiten sein wird, entschädigt mich für jedes schmerzhafte Ziepen in meinem Bauch. Danke, mein Schatz.

Euer
Signatur

This entry was published on May 2, 2014 at 8:47 pm. It’s filed under Lieblingsstücke, Lifelines & Kolumne and tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

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