Ein ehrlicher Rückblick und ein neuer Weg.

Als ich vor fast zwei Jahren mit dem Bloggen begann, habe ich mir geschworen, diese Seiten ausschließlich mit wahren Worten zu füllen. Und ich möchte nichts verschönen: ich habe echt keine Lust. Momentan hänge ich in einem großen Loch von Unzufriedenheit mit dieser Seite und chronischer Unlust, Artikel zu verfassen. Ich musste etwas in mich gehen, um das Folgende herauszufinden und ich beginne meinen Satz nochmal von vorn.

Als ich vor fast zwei Jahren mit dem Bloggen begann, tat ich dies, weil ich schon immer furchtbar gern schrieb, die Menschen immer gern meinen Stories folgten und ich meine eine Liebe zur Zwischenmenschlichkeit und die andere zu kommerziellem Schminke- und Neuigkeitenfixfax mit jemandem teilen wollte. Heute, fast zwei Jahre später, sitze ich vor einem Blog, der zu 97 % aus Shoptests und doch meist unpersönlichen Artikeln besteht. Dies habe ich in erster Linie der Flut an Boxen, Produkten und Shops, welche mir für meine ehrliche Meinung angeboten wurden, zu verdanken. Ich hatte so viel damit zu tun, die Dinge zu testen und ‘abzuarbeiten’, dass am Ende kein Raum mehr für Persönliches blieb. Butter bei die Fische: egal, wie man seinen Blog betreibt, ein Artikel bedeutet immer Arbeit. Ob man einen Onlinestore auseinandernimmt, einen zugesandten Artikel testet oder vom Alltag berichtet. Es steckt ein Haufen Arbeit dahinter.
Wenn der Beitrag allerdings zum ‘Zwang’ wird, weil Fristen eingehalten werden müssen, dann ist es ein Job und kein Hobby mehr. Mein Blog soll eine Basis sein, mir Dinge von der Seele zu schreiben, gerade in Bezug auf das Zusammenleben mit einem Kind hätte ich so viel zu erzählen. Und ich erdreiste mir, davon auszugehen, dass es meine Leser teils mehr interessiert, was ich denke, als ausschließlich zu lesen, was ich in einer der vielen Boxen gefunden habe.

Ich habe mir ‘zuviel’ zugemutet, zu viele Aufträge angenommen und hatte keine Freude mehr beim Berichten. Das wird sich nun ändern. Die Basics werden bleiben, das Testen ist noch immer eine große Leidenschaft. Aber es wird persönlicher werden. Ich möchte einen Weg finden, das eine mit dem anderen zu verbinden. Mehr schreiben. Tests kürzer, Stories gehaltvoller. Verschiedenes verbinden. Vielleicht starte ich mit Videos. Gebe meinem Instagramprofil noch mehr Gewicht. Ich weiß es noch nicht. Aber es wird sich etwas tun.

Und mit diesem Artikel ist ein Anfang getan. Denn obwohl es nicht leicht ist, sich einzugestehen, dass man etwas in die falsche Richtung gelenkt hat, fühle ich mich wunderbar. Ich verabschiede mich nun für heute und schau meiner Tochter dabei zu, wie sie unsere Laken aus dem Schrank herausfischt und das Krabbeln übt. Wenn sie merkt, dass sie beobachtet wird, schenkt sie einem ein grandioses zweizahniges Lächeln. Da möchte man vor Freude explodieren.

Zauberbluetchen2

Copyright Picture: Azuzephre

This entry was published on February 16, 2015 at 11:41 am and is filed under Lifelines & Kolumne. Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

One thought on “Ein ehrlicher Rückblick und ein neuer Weg.

  1. Das machst du richtig! Kompliment für deine Ehrlichkeit! Gehe zurück zu deinen wurzeln..was dir Spaß und vor allem Freude bringt! Ein Kinderlachen ist sowieso unbezahlbar! lg Carmen

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